WTZ e.V.

Verein zur Förderung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Rohstoffsektor e.V.

 

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Projekt zum Aufbau eines deutsch-russischen wissenschaftlich-technischen Wasserstoff-Netzwerkes („BilHyNet“)

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt BilHyNet sollte ein Netzwerk zum Ausbau der wissenschaftlichen Kooperationsbeziehungen zwischen deutschen und russischen Forschungsakteuren im Bereich Wasserstoff schaffen. Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist das Projekt eingestellt worden.

Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Anstrengungen zur Dekarbonisierung und eines prognostizierten hohen Bedarfs an Wasserstoffimporten in Deutschland zielte das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projektvorhaben „BilHyNet“ (ursprüngliche Projektdauer September 2021 – August 2023) auf die nachhaltige themenspezifische Vernetzung von deutscher und russischer Wissenschaft im Rahmen einer zu etablierenden Wasserstoffkooperation unter punktueller Einbindung relevanter Unternehmen ab. Hierfür sollte eine wissenschaftlich-technische Dialog- und Kommunikationsplattform etabliert werden. Langfristiges Ziel des Projektvorhabens war ein Beitrag zum Aufbau einer klimaneutralen Energiepartnerschaft.

Die Mitglieder des Netzwerks sollten sich gegenseitig über aktuelle Forschungsentwicklungen informieren, das Verständnis für die Sichtweise des jeweils anderen verbessern und gemeinsame Erkenntnisse über Forschungsbedarf und Kooperationsmöglichkeiten ableiten. Der Austausch hätte dazu beitragen sollen, die Grundlagen für bilaterale wissenschaftlich-technische Pilotprojekte im Bereich der Produktion, des Transports und der Nutzung von (vor allem klimaneutralem) Wasserstoff zu entwickeln. Als Ergebnis des Projekts sollte eine Roadmap zu möglichen gemeinsamen Forschungsansätzen im Bereich Wasserstoff entwickelt werden.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Im Rahmen des Projektes wurden zwei Netzwerktreffen durchgeführt. Bei dem ersten Treffen fand ein erstes Kennenlernen von deutschen und russischen Wissenschaftlern und ihren Forschungstätigkeiten im Bereich Wasserstoff sowie ein erster Austausch über (zum damaligen Zeitpunkt) potenzielle Themen für gemeinsame Forschungen statt. Im Rahmen des zweiten Netzwerktreffens wurden die Forschungsansätze / Forschungsthemen für die zum damaligen Zeitpunkt möglich gehaltenen bilateralen Kooperationen konkretisiert und ein neues Format zur Strukturierung der Netzwerkarbeit in Form von Themengruppen geschaffen.

Im Rahmen der Deutsch-Russischen Wasserstoff-Tagung am 08.12.2022, die über 30 Referenten sowie ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengebracht hat, wurden die Forschungsthemen rund um Wasserstoff näher angegangen. Im ersten Themenblock wurde der aktuelle Entwicklungsstand der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Russland thematisiert sowie der aktuelle Forschungsbedarf. Im zweiten Panel wurden die wissenschaftlichen Herausforderungen in der Transport- und Speicherinfrastruktur im Kontext der deutsch-russischen Wasserstoffpartnerschaft diskutiert. Einen weiteren Themenblock stellte die Wasserstoffanwendung im Industriebereich dar. Mehr Informationen sowie das detaillierte Programm der Tagung können hier eingesehen werden.

Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde der geleisteten Netzwerkarbeit im deutsch-russischen Kontext jedoch die Grundlage entzogen und konkrete Ansätze für gemeinsame Forschungen konnten nicht mehr ausgearbeitet und weiterverfolgt werden. Das Projekt wurde in Folge des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verkündeten Kooperationsstopps mit der Russischen Föderation im März 2022 eingestellt.

Anschrift

Verein zur Förderung der wissenschaftlich-technischen
Zusammenarbeit im Rohstoffsektor e.V.
Akademiestraße 6, 09599 Freiberg

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